SV Neuhaus - Judo

Wettkampfregeln

Bayerischer Judo-Verband e.V.

Jugendsportordnung
Stand: 23.09.2007
 
BJV-JUGENDSPORTORDNUNG
Gültig ab 23.09.2007 gemäß GV-Beschluss vom 23.09.2007 

Änderungen in Kursivschrift und mit Anstrich

 

1. ALLGEMEINES

Die Jugend-Sportordnung des BJV regelt den gesamten Wettkampfbetrieb-Judo in Bayern. Sie ist für alle Teilnehmer verbindlich. Soweit nachstehend keine Bestimmungen getroffen sind, kommt die Sportordnung des BJV, dann die Wettkampfordnung des DJB zum Tragen.


 
2. VERANSTALTUNGEN

2.1 OFFIZIELLE VERANSTALTUNGEN

BJV-Veranstaltungen sind alle Wettkämpfe von der Kreis- bis zur Landesebene, die vom Jugendressort des BJV und seinen Gliederungen organisiert,  ausgeschrieben und durchgeführt werden. BJV-Veranstaltungen sind:

Mannschaftsspiele U11
Einzel- und Mannschaftsmeisterschaften auf allen bayerischen Ebenen

René-de-Smet-Pokal
Bayernpokal
Internationale Turniere

Pokalveranstaltungen
Nationale Turniere
Turniere auf allen Ebenen

Details zu den altersgerechten Wettkampfformen sind im Jugendgesamtkonzept geregelt. Der Ausrichter von Meisterschaften ist verpflichtet, für einen würdigen Rahmen der Veranstaltung zu sorgen. Dies beinhaltet unter anderem den Ablauf, das Erscheinungsbild und die Siegerehrung der Meisterschaft.
 
 

2.2 INOFFIZIELLE VERANSTALTUNGEN

Inoffizielle Veranstaltungen sind alle von Vereinen nicht im Auftrag des BJV veranstaltete Maßnahmen. Die Anwendung dieser Sportordnung ist verbindlich. Ein Anspruch auf Unterstützung durch Funktionspersonal des BJV besteht nicht. Jede inoffizielle Veranstaltung ist genehmigungspflichtig.

Inoffizielle Turniere U11:
Inoffizielle Turniere für die Altersklasse U11 werden nicht mehr genehmigt und nicht mehr in den Medien des BJV („bayernsport“, Internet) veröffentlicht. Die Durchführung dieser Turniere ist jedoch gestattet, wenn kein (Doppel-)KO-System angewandt wird. Verstöße werden geahndet. Der Ausrichter von inoffiziellen Veranstaltungen ist verpflichtet, unmittelbar nach der Durchführung einen Meisterschaftsbericht (BJV-Vorlage) und eine Ergebnisliste an den zuständigen 
Verbandsjugendleiter zu senden. Ausrichter von inoffiziellen Turnieren, die bei der Durchführung gegen die BJVJugendsportordnung verstoßen haben, erhalten für das folgende Jahr keine Genehmigung mehr für das gleiche Turnier.

 

3. BESCHICKUNGSMODUS

3.1 EINZELMEISTERSCHAFTEN

Für die Gebiets-Meisterschaften qualifizieren sich die ersten vier der Bezirks-Meisterschaften. Zwei weitere Athleten /Innen werden von der Bezirksjugendleitung gemeldet. Für die Landes-Meisterschaften qualifizieren sich die ersten sechs der Gebiets-Meisterschaften. Zwei weitere Athleten /Innen werden von der Verbandsjugendleitung gemeldet. Für die Gruppen-Meisterschaften qualifizieren sich die ersten vier der Landes-Meisterschaften. Zwei weitere Athleten /Innen werden von der Verbandsjugendleitung gemeldet.


3.2 MANNSCHAFTSMEISTERSCHAFTEN
Die Mannschaftsspiele U11 werden durch die Bezirke nach den gültigen Durchführungsbestimmungen ausgetragen.

Zu den Gebiets-Meisterschaften kann jeder Bezirk vier Mannschaften entsenden.

Zu den Landes-Meisterschaften kann jedes Gebiet acht Mannschaften entsenden.

Zu den Gruppen-Meisterschaften kann der BJV vier Mannschaften entsenden.
3.3 SETZEN

DJB-Berufungen haben allen anderen Veranstaltungen gegenüber Vorrang. BJV-Berufungen haben allen nachfolgenden Berufungen Vorrang. Ist ein Judoka durch eine BJV-Berufung gehindert, an Qualifikationsturnieren innerhalb des Landesverbandes teilzunehmen, so ist er nach Weisung der Verbandsjugendleitung für die nächsthöhere Qualifikationsrunde zusätzlich startberechtigt. Mitglieder des Landeskaders können zusätzlich zu den qualifizierten Judoka bis auf Landesebene gesetzt werden. Die Entscheidung hierüber, ob ein Setzen erfolgt, trifft der Jugendreferent männlich / weiblich bzw. der jeweilige Stellvertreter. Der so gesetzte Judoka bestreitet einen Vorkampf gegen den Letztplatzierten aus dem gleichen Bezirk/Gebiet. Besteht nach Berücksichtigung von bevorzugten Nachrückern freie Plätze, so entfallen Vorkämpfe.


3.4 BEVORZUGTE NACHRÜCKER

Sollte ein qualifizierter Judoka Übergewicht haben, so erhält dieser als erster die Möglichkeit, eine Gewichtsklasse höher zu starten, vorausgesetzt, dass in dieser Gewichtsklasse ein Platz frei ist. Das gleiche gilt sinngemäß auch für Judoka, die Untergewicht haben und in einer Gewichtsklasse tiefer starten wollen.


3.5 SONSTIGE NACHRÜCKER

Judoka, die sich um ein Nachrücken bewerben und als Nachrücker gemeldet wurden, sind vorrangig aus dem gleichen Bezirk, dann aus dem gleichen Gebiet zu berücksichtigen. Liegen gleichrangige Bewerbungen vor, lost die entsprechende sportliche Leitung den oder die Nachrücker aus. Ist in dieser Gewichtsklasse kein Platz frei, besteht keine Möglichkeit zum Start. Nicht gemeldete und nicht qualifizierte Judoka sind nicht startberechtigt.


4. MELDUNGEN
Für Kreis- bzw. Bezirksmeisterschaften melden die Vereine ihre Teilnehmer an den zuständigen Ressortleiter bzw. Ausrichter. Meldungen für Gebietsmeisterschaften können nur vom zuständigen Bezirksjugendleiter an den zuständigen Gebietsjugendleiter erfolgen. Meldungen für Landesmeisterschaften können nur vom zuständigen Gebietsjugendleiter an die Verbandsjugendleitung erfolgen. Qualifizierte Einzelstarter, Mannschaften und Nachrücker sind verpflichtet, bei Nichtteilnahme eine Strafe in Höhe des Startgeldes an den BJV zu zahlen. Ausnahme hiervon ist die rechtzeitige Abmeldung (5 Tage vor der nächsten Meisterschaft) nur bei:

Bezirksjugendleitung für Gebietsmeisterschaften
Gebietsjugendleitung für Landesmeisterschaften
Verbandsjugendleitung für Gruppenmeisterschaften.

Die Gebiets- und Verbandsjugendleiter melden die unentschuldigt Fehlenden unverzüglich nach der Meisterschaft an die Geschäftsstelle des Bayerischen Judoverbandes. Die Geschäftsstelle fordert die Zahlung in Höhe des Startgeldes von den jeweiligen Vereinen ein.


5. ALTERSKLASSEN
Für die Altersklasse U11 werden keine Mannschaftsmeisterschaften durchgeführt. Die Jugend U11 (8 bis 10 Jahre) kann offizielle  Meisterschaften bis einschl. Bezirksebene durchführen. Dabei beträgt die effektive Kampfzeit 2 Minuten. Für Mannschaftsmeisterschaften der U14 sind Jugendliche U11 nicht startberechtigt.
Die Jugend U14 (11 bis 13 Jahre) führt offizielle Meisterschaften bis einschließlich Gruppenebene durch. Dabei beträgt die effektive Kampfzeit 3 Minuten. Für Mannschaftsmeisterschaften der U17 sind Jugendliche U14 nicht startberechtigt.
Die Jugend U17 (14 bis 16 Jahre) führt Meisterschaften bis einschließlich deutscher Ebene durch. Dabei beträgt die effektive Kampfzeit 4 Minuten.
Jedem Kämpfer der Altersklassen U11, U14 und U17 steht zwischen den Kämpfen eine Ruhepause von der doppelten effektiven Kampfzeit der jeweiligen Alterklasse zu.

Die Bezirke können bei Einzelwettbewerben ohne Qualifikationscharakter auf Kreis- oder Bezirksebene zu Sichtungszwecken zusätzlich den Judoka, die dem ältesten Jahrgang der nächstniedrigeren
Altersklasse angehören, Startgenehmigung erteilen Veranstaltungen mit Wettkampfcharakter zwischen Jungen und Mädchen außerhalb des Trainingsbetriebes sind verboten. Verstöße werden durch den zuständigen Disziplinarausschuss geahndet.

 
6. GEWICHTSKLASSEN

6.1 EINZELWETTBEWERBE

MU11/ FU11: Einteilung in gewichtsnahe Gruppen mit max. 5 Teilnehmer
MU14: - 31, - 34, - 37, - 40, - 43, - 46, - 50, - 55, - 60, + 60 kg
FU14: - 30, - 33, - 36, - 40, - 44, - 48, - 52, - 57, -63, + 63 kg
MU17: - 43, - 46, - 50, - 55, - 60, - 66, - 73, - 81, - 90, + 90 kg
FU17: - 40, - 44, - 48, - 52, - 57, - 63, - 70, - 78, + 78 kg


6.2 MANNSCHAFTSWETTBEWERBE

MU14: - 34, - 37, - 40, - 43, - 46, - 50, - 55, + 55 kg
FU14: - 33, - 36, - 40, - 44, - 48, - 52, - 57, + 57 kg
MU17: - 46, - 50, - 55, - 60, - 66, - 73, + 73 kg
FU17: - 44, - 48, - 52, - 57, - 63, - 70, + 70 kg

Mindestgewicht bei Mannschaftsmeisterschaften/-turnieren im Jugendbereich:
FU14: - 33 kg mehr als 28 kg, + 57 kg mehr als 52 kg
MU14: - 34 kg mehr als 28 kg + 55 kg mehr als 50 kg
FU17: - 44 kg mehr als 36 kg + 70 kg mehr als 63 kg
MU17: - 46 kg mehr als 40 kg + 73 kg mehr als 73 kg


Bei Einzelturnieren kann die sportliche Leitung beim Wiegen in der untersten und obersten Gewichtsklasse das tatsächliche Körpergewicht ermitteln lassen und im Bedarfsfall eine untere und/oder obere Gewichtsklasse hinzufügen.
 

Maßgeblich für die Altersklasseneinteilung ist der Jahrgang, nicht das Alter. Pro Gewichtsklasse dürfen bei Mannschaftsmeisterschaften/-turnieren innerhalb Bayerns beliebig viele Kämpfer/innen eingewogen werden. Bei Mannschaftsmeisterschaften können sich pro Altersklasse bis zu zwei Vereine zu einer Kampfgemeinschaft zusammenschließen. Alternativ dürfen pro Verein bis zu 3 Fremdstarterinnen eingewogen werden.


7. DAUER DER WETTKÄMPFE

Jugendveranstaltungen im BJV dürfen eine Gesamtzeit von sieben Stunden (Wiegeschluss bis Ende der Finalkämpfe) nicht überschreiten. Zuwiderhandlungen werden geahndet und können eine Sperre nach sich ziehen.
Wettkämpfe für die Jugend U11 und U14 müssen an Werktagen um 18.00 Uhr beendet sein. U17 müssen an Werktagen um 19.00 Uhr beendet sein. An Sonn- und Feiertagen sind die Kämpfe jeweils eine Stunde früher zu beenden.

Dies gilt nicht für Jugendligakämpfe, die statt eines Trainings abgehalten werden.


Bei U11 darf die Teilnehmerzahl 20 Judoka pro ausgelegte Matte nicht übersteigen. Bei inoffiziellen Turnieren ist die Teilnehmerzahl pro Matte zu begrenzen. Bei U14 darf die Teilnehmerzahl 50 Judoka pro ausgelegte Matte nicht übersteigen. Bei U17 darf die Teilnehmerzahl 40 Judoka pro ausgelegte Matte nicht übersteigen. Übersteigt die Meldezahl die Anzahl der maximal zugelassenen Teilnehmer, so hat der Ausrichter entweder mehr Matten auszulegen, eine exakte Zeitplanung dem Jugendreferenten männlich / weiblich bzw. deren Stellvertreter vorzulegen, oder er muss überzählige Teilnehmer zurückweisen.

 
8. WETTKAMPFSYSTEM

Für die Jugend im BJV sind das Poolsystem, das vorgepoolte KO-System oder das Doppel-KOSystem möglich.

 
9. BEWERTUNG

Einzelkampfbewertung (Mannschaftseinzelkämpfe)
Gewonnener Kampf 1 Punkt
Unentschieden 0 Punkte
Verlorener Kampf 0 Punkte

Mannschaftskampfbewertung (Liga und im Pool-System)
Gewonnener Kampf 2 Punkte
Unentschieden 1 Punkt
Verlorener Kampf 0 Punkte

Bei Einzelwettkämpfen im Poolsystem wird sowohl die Wertung des Gewinners als auch des Verlierers (höchste, nicht Sieg entscheidende Wertung) in die Liste eingetragen und zur Ermittlung des Siegers berücksichtigt. Bei Einzelkämpfen der U14 und U17 wird mit Golden Score gekämpft.
Bei Mannschaftskämpfen wird im Einzelkampf bei Gleichstand der Wertungen Unentschieden gegeben.

Bei Gleichstand von Siegpunkten wird im Pool-System Unentschieden gegeben. Sofern ein Sieger ermittelt werden muss (KO-System) sind die Wertungspunkte für den Sieg ausschlaggebend.

Bei Gleichstand von Sieg- und Wertungspunkten wird folgendermaßen verfahren:

1. wenn nur ein Einzelkampf unentschieden endete, so wird dieser wiederholt.
2. wenn mehrere Einzelkämpfe unentschieden endeten, so wird einer von diesen ausgelost und
wiederholt.

3. wenn kein Einzelkampf unentschieden endete, so werden drei Stichkämpfe in auszulosenden Gewichtsklassen durchgeführt. Gewichtsklassen, die von beiden Mannschaften nicht besetzt waren, nehmen an der Auslosung nicht teil. Vor der Auslosung ist eine Mannschaftsaufstellung mit den in Frage kommenden Gewichtsklassen
abzugeben. Bei Stichkämpfen wird, wenn nötig, nach Golden-Score-Prinzip verfahren. Der Tabellenstand errechnet sich zunächst aus dem Punktestand. Weisen mehrere Mannschaften den gleichen Punktestand auf, so entscheidet die Unterbewertungsdifferenz über den höheren Tabellenstand. Sollte die Unterbewertungsdifferenz ebenfalls einen Gleichstand aufweisen, so entscheidet der Vergleich der erreichten Unterbewertungspunkte.


10. RENE-DE-SMET- / BAYERNPOKAL

10.1 RENE-DE-SMET-POKAL

Der René-de-Smet-Pokal wurde 1978 in Erinnerung an den langjährigen Vorsitzenden des BJV, René de Smet, vom damaligen Jugendleiter Klaus Mangels gestiftet. Er ist ein ewiger Wanderpokal, geht nie in den Besitz eines Bezirks über und wird jedes Jahr ausgekämpft.
Jede Mannschaft besteht aus Kämpfern der MU14, MU17 und MU 20 gemäß gültiger Altersklassen. Die Mannschaft muss mit mindestens 12 Kämpfern (bzw. Kämpferinnen) besetzt sein, sonst besteht keine Startberechtigung.Die Gewichtsklassen lauten:

MU14: -37, -40, -43, -46, -50, - 55, +55 kg
MU17: - 46, -50, -55, -60, -66, -73, + 73 kg
MU 20: -60, -66, -73, -81, -90, +90 kg

 

10.2 BAYERNPOKAL

Der Bayernpokal wurde 1985 von Anneliese Hofmann gestiftet. Er ist ein ewiger Wanderpokal, geht nie in den Besitz eines Bezirks über und wird jedes Jahr ausgekämpft.

Jede Mannschaft besteht aus Kämpferinnen der FU14, FU17 und FU 20 gemäß gültiger Altersklassen. Jede Altersgruppe muss mit mindestens 5 Kämpferinnen ( die FU 20 mit mindestens 4 Kämpferinnen) besetzt sein, sonst besteht keine Startberechtigung.
Die Gewichtsklassen lauten:
 

FU14: -36, -40, -44, -48, -52, -57, +57 kg
FU17: -44, -48, -52, -57, -63, -70, +70 kg
FU 20: -48, -52, -57, -63, -70, +70 kg


10.3 BESTIMMUNGEN

Ausrichter sind wechselweise die Bezirke Nord- und Südbayerns in numerischer Reihenfolge. Der Ausrichter legt mindestens drei Matten auf. Jeder der acht Bezirke stellt eine Mannschaft. Kämpfer, die während des Jahres den Verein wechseln, dürfen für den Bezirk starten, dem der neue Verein angehört.

Eine Mannschaft hat mit einheitlichen Judogi anzutreten. Es sind farbige Judogi erlaubt. Pro Gewichtsklasse können mehrere Kämpfer abgewogen werden. Für den Bayernpokal dürfen die 16-jährigen (Jahrgang) nur in einer Altersklasse (FU17 oder FU20) eingewogen werden. Ein Wechsel der Altersklasse ist nach dem Abwiegen nicht mehr möglich. Bei der weiblichen Jugend ist das Tragen von einheitlich farbigen T-Shirts gestattet.
Es wird in zwei Pools mit je 4 Mannschaften „jeder gegen jeden“ gekämpft. Grundsätzlich sollen sich in jedem Pool zwei Nord- und zwei Süd-Vertreter (Bezirke) befinden. Die Finalisten des Vorjahres starten in getrennten Pools. Die jeweiligen Pool-Ersten kämpfen im Halbfinale über Kreuz gegen den jeweiligen Pool-Zweiten. Die Sieger bestreiten den Finalkampf, die Verlierer sind Dritter. Kampfrichter werden vom Kampfrichterreferenten eingeteilt. Die Siegermannschaft erhält den Wanderpokal. Alle Teilnehmer erhalten Urkunden.

Alle teilnehmenden Bezirke decken die Kosten aus ihrem Etat. Hierzu können sie und der ausrichtende Verein vom BJV (Jugendleitung) einen jährlich festzusetzenden Zuschuss erhalten. Die sportliche Leitung hat der Jugendreferent männlich / weiblich, bei seiner Verhinderung der jeweilige Stellvertreter.


11. SONDERBESTIMMUNGEN
 

Im Jugendbereich gelten folgende Ergänzungen zu den Wettkampfregeln:

(1) Mattenfläche

Die Mindestgröße der Wettkampffläche beträgt bei:
U11, U14 5m x 5m
U17 6m x 6m

Zuzüglich einer Sicherheitsfläche von mindestens 3m um die Wettkampffläche. Die Sicherheitsfläche zwischen zwei Kampfflächen beträgt mindestens 3m. Beim Bayern-Pokal und René-de-Smet-Pokal ist eine Kampffläche von 6m x 6m mit einer Sicherheitsfläche von mindestens 3m um und mindestens 3m zwischen den Kampfflächen zu legen. Die Einhaltung der Mindestgröße der Sicherheitsfläche ist zwingend erforderlich, um eine Meisterschaft durchführen zu können
 

(2) Judogi

Bei Veranstaltungen des BJV dürfen die Athleten/innen ein Vereins-, ein Leistungs- und ein Kaderabzeichen tragen. Im Übrigen gelten die Werberichtlinien des DJB. Bei Mannschaftskämpfen ist das Tragen von einheitlichen Judogi vorgeschrieben.

 

(3) Shime-waza

Bei der U11 und U14 sind alle Würgetechniken verboten.


(4) Kantsetsu-waza

a) Bei der U11 sind alle Hebeltechniken verboten.
b) Bei der U14 sind alle Hebeltechniken im Stand und vom Stand in den Boden verboten
c) Bei der U14 gilt die Wirkung einer Hebeltechnik als deutlich genug, wenn die Technik einwandfrei angesetzt ist (wobei der gehebelte Arm fixiert und unter Kontrolle sein muss). In diesem Fall soll der Kampfrichter „Ippon“ ansagen, auch wenn der Gehebelte nicht aufgibt.
 

(5) Tachi-waza

a) Bei der U11 ist der Tani-Otoshi verboten
b) Bei der U11 und U14 sind verboten:
1) Beinfassertechniken als Angriffstechniken (wie z.B. Kata-Ashi-Dori, Rio-Ashi-Dori, Morote-Gari, Koshiki-Daoshi und deren Varianten)
2) Techniken, die auf einem oder beiden Knien angesetzt werden
3) Abtauchtechniken
4) Der Griff in und um den Nacken (mit und ohne Jacke).
5) Der Griff über die Schulter oder über den Arm auf den Rücken.
c) Gegendrehtechniken gegen einbeinige Eindrehtechniken (z.B. Uchi-Mata-Gaeshi) werden in der U11 und U14 nicht bewertet und nicht bestraft. Der Kampf läuft weiter.
d) Die „5-Sekunden-Regelung“ findet in der U11 und U14 keine Anwendung.
 

(6) Bewertungen in der U11

Pool-Wettkämpfe der Altersklasse U11 finden nach einem vereinfachten Wettkampfsystem statt. Die erzielten Wertungspunkte werden auf der  Anzeigetafel addiert. Die Kampfzeit beträgt 2 Minuten. Erreicht ein Kämpfer 6 Wertungspunkte, so ist der Kampf vorzeitig beendet.

Dabei gilt folgende Punkteverteilung:
Yuko = 1 Punkt
Waza-ari = 2 Punkte
Ippon = 3 Punkte

 

(7) Bestrafungen

Bei der U11 wird jede verbotene Handlung mit Matte oder je nach Situation mit Sonomama unterbrochen und dem/der Kämpfer/in wird die verbotene Handlung erklärt. Bei Vorteilsposition von Uke in Ne-waza wird der Kampf nicht unterbrochen, die Belehrung erfolgt erst nach Ippon oder Matte. Bei der ersten verbotenen Handlung muss sich der Kämpfer anschließend in die hohe Bankposition begeben. Nachdem der Gegner seine Angriffsposition eingenommen hat (Tori darf mit einer Hand an Uke`s Arm, Revers oder Rücken greifen), wird der Kampf aus dieser Position wieder gestartet. Nach der zweiten verbotenen Handlung muss sich der bestrafte Kämpfer in die Unterlage der einfachen Beinklammer begeben. Nach der dritten (und jeder weiteren) verbotenen Handlung muss sich der bestrafte Kämpfer von seinem Gegner in einen Haltegriff nehmen lassen. Bei der U14 wird jede verbotene Handlung mit Matte oder je nach Situation mit Sonomama unterbrochen und dem/der Kämpfer/in wird die verbotene Handlung erklärt. Eine Bestrafung erfolgt erst im Wiederholungsfall. Eine Ausnahme bei beiden Altersklassen sind die verletzungsgefährlichen Handlungen, die mit Hansokumake zu bestrafen sind. Hier erfolgt die Bestrafung beim ersten Mal.

 

(8) Wettkampfausschluss nach „Diving“

In den Altersklassen U17 und jünger werden Kämpfer, die wegen der Ausführung oder des Versuchs der Ausführung solcher Techniken wie Uchi-mata, Harai-goshi etc. durch das Beugen nach vorne und unten, wobei der Kopf zuerst in die Tatami „taucht“ mit Hansokumake bestraft wurden, zu ihrem eigenen Schutz aus dem weiteren Wettbewerb ausgeschlossen.

 

12. SONSTIGES

12.1 WIEGEN

Für das Wiegen ist die sportliche Leitung zuständig. Die Durchführung wird grundsätzlich den Kampfrichtern übertragen.

 

12.2 ERSTE HILFE

Die sportliche Leitung ist berechtigt, notwendige medizinische Untersuchungen zu veranlassen, ohne dass dies als Untersuchung gezählt wird. Die sportliche Leitung bzw. der Arzt oder Sanitäter können bei offensichtlicher Kampfunfähigkeit eines Judoka den Kampf beenden lassen.

 

12.3 ÄNDERUNGEN

Die Jugendsportordnung ist für die Jugend im BJV verbindlich. Änderungen können nur vom Jugendausschuss, vom erweiterten Jugendausschuss oder von der  Jugendvollversammlung beschlossen werden. Sie bedürfen der Bestätigung des Gesamtvorstands.

 

12.4 SONDERFÄLLE

In Sonderfällen, die durch diese Jugendsportordnung nicht geregelt sind, entscheidet der jeweilige  Jugendreferent bzw. der Stellvertreter.

 

12.5 RECHTSORDNUNG

Verstöße gegen die Jugendsportordnung des BJV werden entsprechend § 9 der Satzung des BJV geahndet.

 

12.6 INKRAFTTRETEN

Die Jugendsportordnung BJV wurde gemäß Beschluss des Gesamtvorstandes im BJV am 29.11.98 genehmigt.

 

Die vorliegende Fassung wurde gemäß Beschluss des Gesamtvorstandes des BJV am 23.09.2007 bestätigt und tritt ab sofort in Kraft. Die Beschlüsse aller vorangehenden GV-Sitzungen bis zum 23.09.2007 sind eingearbeitet.